Add some editorial columns to your product pages
KAISER WILHELM
Neuosier Suppenteller, Prinz Eitel Friedrich von Preußen, datiert 1908
- Regulärer Preis
- €375,00
- Angebotspreis
- €375,00
- Regulärer Preis
- Stückpreis
- pro
Beschreibung
Der "Neuosier"‑Suppenteller aus dem persönlichen Service von Prinz Eitel Friedrich von Preußen, datiert 1908, gehört zu den seltenen und besonders repräsentativen Porzellanobjekten der Kaiserzeit. Gefertigt aus weiß glasiertem Porzellan, zeigt der Teller das charakteristische Monogramm „E F“ des Prinzen unter einer fein ausgearbeiteten Prinzenkrone – einer goldenen Reifkrone mit sichtbaren, perlenbesetzten Bügelansätzen und rotem Samt im Inneren. Dieses Wappen verweist unmittelbar auf die persönliche Herkunft des Stückes und seine Stellung innerhalb der preußischen Hofkultur.
Auf der Rückseite finden sich die klassischen KPM‑Marken: die unterglasurblaue Zeptermarke und die rote Reichsapfelmarke, jeweils mit Datierung. Diese Marken unterstreichen die Herkunft aus der traditionsreichen Königlichen Porzellan‑Manufaktur Berlin (KPM) und garantieren die hohe kunsthandwerkliche Qualität des Stückes.
Maße und Erhaltungszustand
Mit einem Durchmesser von knapp 23 cm und in sehr gutem Erhaltungszustand vereint dieser Suppenteller königliche Provenienz, kunsthandwerkliche Qualität und historische Bedeutung. Ein echtes Highlight für Sammler von KPM‑Porzellan, Kaiserzeit‑Geschirr und repräsentativen Objekten der deutschen Geschichte.
Kaiserliches Tafelgeschirr für die Kinder Wilhelms II.
Kaiser Wilhelm II ließ bei der Königlichen Porzellan‑Manufaktur Berlin (KPM) für jedes seiner Kinder ein eigenes Neuosier‑Tafelservice anfertigen, das zu den exklusivsten und seltensten Formen des Hohenzollern‑Porzellans der Kaiserzeit zählt. Diese individuell gestalteten Services basierten auf dem berühmten Neuosier‑Dekor, dem repräsentativen Hofservice der preußischen Königsfamilie, und wurden für jeden Prinzen und jede Prinzessin mit einem persönlichen Monogramm, der entsprechenden Rangkrone, fein ausgearbeiteten goldenen Weinlaub‑Bordüren sowie – in besonders hochrangigen Fällen – der Collane des Schwarzen Adlerordens versehen. Dadurch erhielten die Stücke eine unverwechselbare dynastische Signatur, die ihre Stellung innerhalb des Hauses Hohenzollern sichtbar machte.
Die Anfertigung dieser personalisierten KPM‑Services diente der gezielten dynastischen Repräsentation und spiegelte das Selbstverständnis Kaiser Wilhelms II wider. Die Kinder des Kaisers bewohnten eigene Appartements in den kaiserlichen Schlössern, führten eigene Haushalte mit Dienstboten und nahmen an militärischen wie höfischen Verpflichtungen teil. Für diese Anlässe benötigten sie einheitliches, aber dennoch individuell gekennzeichnetes königliches Tafelgeschirr, das ihre Position innerhalb der königlichen Hierarchie sichtbar machte. Das Neuosier‑Porzellan wurde so zu einem zentralen Medium der familiären Selbstdarstellung: ein kaiserliches Grunddesign, veredelt durch persönliche Embleme, das die Identität jedes einzelnen Familienmitglieds betonte.
Heute gehören diese Neuosier‑Services mit Monogramm, Rangkrone und KPM‑Zeptermarke zu den begehrtesten Sammlerobjekten aus der Produktion der KPM Berlin. Sie verbinden höchste handwerkliche Qualität mit historischer Bedeutung und sind ein eindrucksvolles Zeugnis der höfischen Kultur unter Kaiser Wilhelm II.